Unseriöse Inkassounternehmen erkennen: 8 Warnsignale
Die große Mehrheit der Inkassounternehmen arbeitet seriös und reguliert. Doch Betrüger nutzen den Respekt vor Inkassoschreiben gezielt aus. Diese Warnsignale entlarven schwarze Schafe.
Warnsignale 1–4: Formalien und Forderung
Erstens: keine Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister (rechtsdienstleistungsregister.de – kostenlos prüfbar). Zweitens: kein konkreter Forderungsgrund, nur vage Formulierungen wie „Dienstleistungsvertrag“. Drittens: Fantasie-Gebühren wie „Bearbeitungspauschale“ oder „Kontoführung“ ohne gesetzliche Grundlage. Viertens: Der angebliche Gläubiger ist unbekannt und wird auf Nachfrage nicht belegt.
Warnsignale 5–8: Druck und Zahlungswege
Fünftens: extreme Fristen von 24 oder 48 Stunden, kombiniert mit Drohungen (Haft, Gerichtsvollzieher „bereits unterwegs“), die rechtlich gar nicht möglich sind. Sechstens: Zahlung nur per Gutscheinkarten, Krypto oder auf ausländische Konten. Siebtens: keine ladungsfähige Anschrift, nur Postfach oder E-Mail. Achtens: Rechtschreibfehler und kopierte Logos bekannter Unternehmen.
Richtig reagieren
Bei Verdacht: nicht zahlen, nichts unterschreiben, Forderungsbelege schriftlich anfordern und die Registrierung prüfen. Echte Forderungen erkennen Sie an konkreten, belegbaren Angaben – im Zweifel beim ursprünglichen Vertragspartner direkt nachfragen. Betrugsversuche gehören zur Polizei und ans Bundesamt für Justiz. Seriöse Unternehmen wie Fortis Inkasso legen alle Pflichtangaben offen und beantworten Rückfragen über ein transparentes Serviceportal.