Forderungsmanagement

Forderungsausfällen vorbeugen: Prävention entlang der Kundenbeziehung

Der billigste Forderungsausfall ist der, der nie entsteht. Prävention ist keine einmalige Prüfung, sondern ein System aus Vertragsgestaltung, Limits und Frühwarnsignalen entlang der gesamten Kundenbeziehung.

Vertragliche Sicherungen einbauen

Eigentumsvorbehalt bei Warenlieferungen, Anzahlungen bei Projektgeschäft, Abschlagszahlungen nach Baufortschritt, Bürgschaften bei Großaufträgen: Solche Klauseln kosten bei Vertragsschluss nichts und entscheiden im Ernstfall über alles. Auch eine wirksame Verzugszinsklausel und kalendermäßige Fälligkeiten gehören in jedes Vertragsmuster.

Kreditlimits und laufendes Monitoring

Für jeden Kunden ein internes Limit festlegen – und Lieferstopp bei Überschreitung konsequent durchsetzen. Bestandskunden regelmäßig neu bewerten: Auskunfteien bieten Monitoring-Dienste, die bei Bonitätsverschlechterung alarmieren. Ein Neukunde mit Topbonität kann zwei Jahre später ein Sanierungsfall sein.

Frühwarnsignale ernst nehmen

Schleichend längere Zahlungsdauer, erstmalige Teilzahlungen, plötzliche Reklamationsfreude, Wechsel der Bankverbindung, ausweichende Kommunikation: Das sind klassische Vorboten. Wer sie erkennt, reduziert Exposure – kleinere Liefermengen, kürzere Ziele, Vorkasse – und übergibt offene Posten früher ans Inkasso, solange noch etwas zu holen ist.

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