Forderungsmanagement

Forderungscontrolling: Diese Kennzahlen sollte jedes Unternehmen kennen

Was man nicht misst, kann man nicht steuern – das gilt im Forderungsmanagement besonders. Vier Kennzahlen genügen, um die Gesundheit der eigenen Außenstände jederzeit im Blick zu haben.

DSO: die Königskennzahl

Days Sales Outstanding misst, wie viele Tage Umsatz durchschnittlich in Forderungen gebunden sind: Forderungsbestand geteilt durch Umsatz, mal Betrachtungszeitraum. Ein DSO von 45 bei Zahlungsziel 30 heißt: Kunden überziehen im Schnitt um zwei Wochen. Jeder eingesparte DSO-Tag setzt Liquidität in Höhe eines Tagesumsatzes frei.

Altersstruktur und Ausfallquote

Die Überfälligkeitsanalyse gruppiert offene Posten nach Alter (0–30, 31–60, 61–90, 90+ Tage). Wächst der Anteil der alten Posten, schwelt ein Problem – denn die Realisierungswahrscheinlichkeit sinkt mit dem Alter der Forderung drastisch. Die Ausfallquote (abgeschriebene Forderungen zu Umsatz) zeigt schließlich den echten Schaden; schon ein Prozent Ausfall erfordert je nach Marge ein Vielfaches an Mehrumsatz zur Kompensation.

Realisierungsquote des Inkassopartners

Wer Forderungen übergibt, sollte auch den Partner messen: Wie viel Prozent der übergebenen Forderungen werden realisiert, wie schnell, mit welcher Beschwerdelage? Seriöse Anbieter liefern transparentes Reporting. Zusammen ergeben die vier Kennzahlen ein Frühwarnsystem, das Liquiditätsprobleme Monate vor der Krise sichtbar macht.

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