Cashflow-Management für KMU: Den Zahlungsstrom im Griff behalten
Gewinn ist Theorie, Cashflow ist Praxis: Unternehmen gehen nicht an schlechten Bilanzen zugrunde, sondern an leeren Konten. Gutes Cashflow-Management macht Zahlungsströme sichtbar, planbar – und beeinflussbar.
Die rollierende Liquiditätsvorschau
Basis jeder Steuerung ist eine 13-Wochen-Vorschau: erwartete Zahlungseingänge (realistisch, nicht nach Fälligkeit!) gegen fixe und variable Ausgaben. Wer die tatsächliche Zahlungsdauer seiner Kunden kennt, plant ehrlich – und erkennt Engpässe Wochen im Voraus statt am Monatsende.
Working Capital: an drei Hebeln drehen
Das gebundene Kapital steckt in Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten. Forderungen schneller einziehen (kürzere Ziele, konsequentes Mahnwesen, Inkasso), Lagerbestände schlank halten, eigene Zahlungsziele ausschöpfen ohne Skonti zu verschenken: Jeder Tag weniger Kapitalbindung ist ein zinsloser Kredit an das eigene Unternehmen.
Überfällige Forderungen: der unterschätzte Hebel
In vielen KMU schlummern Monate alte Außenstände, die niemand aktiv verfolgt – totes Kapital mit Verfallsdatum, denn die Realisierungswahrscheinlichkeit sinkt mit jedem Monat. Die Übergabe an einen Inkassopartner auf Erfolgsbasis aktiviert diese Reserve ohne Investition. Bei Fortis Inkasso lassen sich auch Altforderungen einreichen – bis zur Grenze der Verjährung.