Für Schuldner

Ratenzahlung mit dem Inkassounternehmen vereinbaren: So geht's richtig

Sie wollen zahlen, können aber nicht alles auf einmal? Damit sind Sie kein Problemfall, sondern der Normalfall – und eine Ratenzahlung ist fast immer möglich. Entscheidend ist, sie richtig anzugehen.

Der erste Schritt: aktiv werden

Die schlechteste Strategie ist Schweigen – es führt zu weiteren Kosten, Mahnbescheid und Schufa-Risiko. Melden Sie sich stattdessen aktiv: über das Serviceportal mit Ihrem Aktenzeichen, telefonisch oder mit der dem Schreiben beigefügten Ratenzahlungsvereinbarung. Schildern Sie kurz Ihre Situation und Ihre monatlichen Möglichkeiten – Inkassounternehmen haben täglich mit solchen Anfragen zu tun und reagieren auf Kooperationsbereitschaft fast immer positiv.

Realistisch kalkulieren statt optimistisch versprechen

Rechnen Sie ehrlich: Einnahmen minus Fixkosten minus Lebenshaltung – was übrig bleibt, ist Ihre maximale Rate, und davon sollten Sie einen Puffer abziehen. Eine Rate, die drei Monate durchhält und dann platzt, ist schlechter als eine halb so hohe, die durchläuft. Geplatzte Vereinbarungen führen oft zur Gesamtfälligstellung und zum Verlust des Verhandlungsvertrauens.

Die Vereinbarung und ihre Wirkung

Lassen Sie sich die Vereinbarung schriftlich bestätigen: Ratenhöhe, Zahlungstermin, Gesamtbetrag, was bei Verzug einer Rate gilt. Praktisch ist das SEPA-Lastschriftmandat – keine vergessenen Termine. Beachten Sie: Die Ratenbitte gilt rechtlich als Anerkenntnis der Forderung und lässt die Verjährung neu beginnen. Bei berechtigten Forderungen ist das unproblematisch; bestreiten Sie die Forderung, klären Sie das vor einer Ratenvereinbarung.

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