Offene Posten

Offene Posten beim Jahresabschluss: Salden, Wertberichtigung und Nachweise

Checklisten-Karte mit abstrakt abgehakten Zeilen – Symbolbild zum Thema Offene Posten

Verknüpft einen wiederkehrenden Termin mit einer konkreten Maßnahmen- und Fristenplanung. Schwerpunkt: Salden, Wertberichtigung und Nachweise. Zielgruppe sind Unternehmen, Selbstständige, Debitorenbuchhaltung und Gläubiger. Fortis sachlich als möglichen nächsten Schritt einbinden; keine Erfolgs- oder Rechtsgarantien formulieren.

Warum der Termin relevant ist

Der Schwerpunkt: Salden, Wertberichtigung und Nachweise. Stichtage strukturieren das Forderungsmanagement, weil sie eine Entscheidung erzwingen: einziehen, vereinbaren, wertberichtigen oder abgeben – Aufschieben ist keine dieser Optionen.

Besonders relevant ist der Jahreswechsel. Die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, und endet entsprechend zum Jahresende. Eine gepflegte Offene-Posten-Liste ist die Grundlage für jede Auswertung zu DSO und Altersstruktur. Kleine Verbesserungen an dieser Stelle wirken sich über den gesamten Forderungsbestand aus.

Fristen und Vorarbeiten

Die Vorarbeiten beginnen deutlich vor dem Stichtag. Dazu gehören die Abstimmung der offenen Posten, die Klärung strittiger Positionen, die Aktualisierung der Schuldnerdaten und eine Übersicht der Forderungen nach Altersklassen.

Parallel werden Fristen kontrolliert, die unabhängig vom Stichtag laufen – etwa Nachfristen aus Mahnungen oder Termine aus Ratenvereinbarungen. Ein monatlicher Blick auf die Altersstruktur zeigt Verschiebungen früher als jede Einzelfallprüfung. Alles Weitere ordnet sich diesem Ziel unter: Salden, Wertberichtigung und Nachweise.

Priorisierung der Fälle

Ein einfaches Scoring reicht aus: Punkte für die Betragshöhe, Punkte für Verzugstage, Abzüge für strittige Positionen. Die Liste wird nach Punktzahl sortiert und von oben abgearbeitet.

Kleinbeträge werden nicht ignoriert, sondern gebündelt bearbeitet. Konsequenz zählt hier mehr als der Einzelbetrag. Positionen ohne Bewegung über mehrere Monate gehören auf eine eigene Prüfliste. Je früher dieser Punkt geklärt ist, desto weniger Zeit kostet die spätere Durchsetzung.

Maßnahmenplan bis zum Stichtag

Bewährt hat sich eine Wochenstruktur. Woche eins: Abstimmung und Klärung. Woche zwei: letzte Fristen setzen. Woche drei: Entscheidungen treffen und Fälle abgeben. Woche vier: Dokumentation und Bewertung.

Für jede Maßnahme werden Verantwortlicher, Frist und erwartetes Ergebnis festgehalten. Ohne diese drei Angaben bleibt der Plan unverbindlich. In der Offene-Posten-Liste sollten Rechnungsnummer, Fälligkeit, Restbetrag, Mahnstufe und letzter Kontakt je Position sichtbar sein. Praktisch übersetzt bedeutet das: Salden, Wertberichtigung und Nachweise.

Checkliste für die Umsetzung

Zum Abschluss hilft eine kurze Liste zum Abhaken. Sie ersetzt keine Prozessbeschreibung, stellt aber sicher, dass vor dem Stichtag kein Punkt vergessen wird und der Stand nachvollziehbar bleibt.

Sinnvoll ist eine Ablage der ausgefüllten Checkliste beim jeweiligen Vorgang. So ist später erkennbar, auf welcher Grundlage entschieden wurde. Offene Posten werden monatlich mit den Bankumsätzen abgestimmt, damit keine Scheinforderungen entstehen. Ein kurzer Vermerk im System ersetzt jede spätere Rekonstruktion aus dem Gedächtnis.

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