Was passiert, wenn ich nicht zahle? Die Eskalationsstufen im Überblick
Aussitzen fühlt sich kurzfristig gut an – und wird mit jeder Stufe teurer. Wer die Eskalationskette kennt, versteht: Der früheste Ausstieg ist immer der günstigste.
Stufe 1–2: Inkassokosten und Mahnverfahren
Nach dem ersten Inkassoschreiben wachsen zunächst „nur“ Verzugszinsen und Kosten. Bleibt jede Reaktion aus, folgt der gerichtliche Mahnbescheid – jetzt kommen Gerichts- und weitere Rechtsverfolgungskosten hinzu. Nach zwei Wochen ohne Widerspruch ergeht der Vollstreckungsbescheid: ein Titel, der 30 Jahre gegen Sie vollstreckbar bleibt.
Stufe 3–4: Schufa und Zwangsvollstreckung
Parallel droht die negative Schufa-Eintragung mit allen Folgen: keine Kredite, Probleme bei Mietwohnung, Mobilfunk- und Internetverträgen. Mit dem Titel beginnt die Zwangsvollstreckung: Kontopfändung, Lohnpfändung beim Arbeitgeber (der davon erfährt), Gerichtsvollzieher an der Haustür, Eintrag ins Schuldnerverzeichnis.
Stufe 5: Vermögensauskunft und Haftbefehl
Verweigern Sie die Vermögensauskunft oder erscheinen unentschuldigt nicht zum Termin beim Gerichtsvollzieher, kann der Gläubiger als letztes Mittel einen Haftbefehl beantragen – Erzwingungshaft bis zur Abgabe der Auskunft. So weit muss es nie kommen: An jedem Punkt der Kette stoppt eine Zahlung oder Ratenvereinbarung die Eskalation. Je früher Sie handeln, desto kleiner der Schaden – besteht die Forderung, ist Zahlung schlicht die günstigste Option.